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Kindergartenkonzepte im Vergleich

Die Entscheidung welcher Kindergarten, welche Kita oder Krippe es für die eigenen Sprösslinge sein soll, fällt oft nicht leicht. Mittlerweile muss man sich nicht nur zwischen verschiedenen Einrichtungen, sondern auch pädagogischen Modellen entscheiden. Wir haben deshalb die gängigsten pädagogischen Konzepte und Kindergartenformen näher unter die Lupe genommen.

 

Montessori Kindergärten

Dieses Kindergartenkonzept wurde nach Maria Montessori (1870-1952) benannt und zielt auf die Entwicklung der Eigenkräfte des Kindes. Kindern wird die Möglichkeit gegeben, die Welt möglichst frei zu erkunden. „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Motto dieses Konzeptes. Die Kinder entscheiden selbstständig, was sie tun und wann sie es tun wollen. So lernen die Kleinen schon von Kindheit auf, eigene Entscheidungen zu treffen und dennoch ihre Pflichten zu erfüllen. Erzieher verstehen sich in diesem Konzept weniger als Lehrer und mehr als Helfer. Die Kinder stehen als Akteure im Mittelpunkt. Feste Lernpläne gibt es nicht. Das Tempo und das Gelernte hängen ganz von den Interessen des Kindes ab.

 

Waldorf Kindergarten

Dieses Kindergartenkonzept geht auf die Arbeit von Rudolf Steiner (1861-1925) zurück. Wahldorfpädagogik steht für Nachahmung. Besonders wichtig ist es hierbei, dass Erzieher und Erwachsene als gutes Vorbild vorrausgehen. Die Mitarbeit und das Einbeziehen der Eltern sind deshalb besonders wichtig.

Neben den Fähigkeiten Denken und Wissen stehen hier vor allem Sinne und Handeln der Kleinen im Vordergrund. Die ganzheitliche Entwicklung von Körper und Geist soll dabei besonders gefördert werden. Das fantasievolle Spielen mit Naturmaterialen wird beim Waldorf Konzept genauso gelebt, wie das Nachspielen von Alltagssituationen und die Ausbildung musischer Fähigkeiten.

 

Waldkindergärten

Bei diesem Konzept stehen die Natur und das Miteinander im Vordergrund. Mit Rucksäcken und wetterfester Kleidung ausgestattet, geht es jeden Tag in den Wald. Hier werden die Kinder betreut und können mit allem spielen, was die Natur so zu bieten hat. Bei stürmischem, kaltem oder wechselhaftem Wetter zieht sich die Gruppe samt Erzieher in eine im Wald befindliche Hütte zurück. Die Kinder kommen somit in direkten Kontakt mit der Natur und lernen Pflanzen und Tiere näher kennen.

 

Städtische oder Gemeindekindergärten

Das pädagogische Konzept ist hier meist von der Leitung der jeweiligen Einrichtung abhängig. Oft werden Ansätze wie integrative Gruppen, gemischte Altersstrukturen oder Freispiel verwirklicht. Meist misst eine Kindergartengruppe 25 Kinder. Gebühren, Gruppenstärke und Öffnungszeiten variieren von Einrichtung zu Einrichtung. Es lohnt sich also hier zu vergleichen, um den richtigen Kindergarten für den eigenen Nachwuchs zu finden.

 

Kirchliche Träger

Kinder oder Eltern müssen nicht unbedingt Mitglied der Kirche sein, um einen Kindergartenplatz in einer solchen Einrichtung zu ergattern. Gebete, Bibelgeschichten und kirchliche Feiertage sind fest in den Alltag der Kleinen integriert. Bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen wird auf die Mitarbeit der Eltern gesetzt.

Welcher Kindergarten für Sie und Ihr Kind der Richtige ist, dass können nur Sie entscheiden.


Unser Tipp: Informieren Sie sich im Vorfeld gründlich und besuchen Sie auch die ein oder andere Einrichtung, um einen persönlichen Eindruck von ihrem Wunschkindergarten zu bekommen.

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